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Militäreinsatz in Zentralafrika
omega-aurumDatum: Samstag, 01.02.2014, 20:18:57 | Nachricht # 1
Leutnant
Gruppe: Administratoren
Nachrichten: 68
Ruf: 0
Status: Offline
Der UN-Sicherheitsrat hat eine EU-Militärmission in der Zentralafrikanischen Republik bewilligt,
wie die Medien heute berichteten. Die EU wolle mit 600 Einsatzkräften die 1600 bereits in
Zentralafrika stationierten französischen Soldaten unterstützen. Das Land werde von einem blutigen
Religionskonflikt erschüttert, erklärte die „Zeit" und titelte: „Weil sich Christen und Muslime in der
Zentralafrikanischen Republik bekriegen, hat die EU einen Militäreinsatz beschlossen". „Der Konflikt
in Zentralafrika kann auf keinen Fall auf eine Konfliktlinie Christen gegen Muslime reduziert werden...",
sagt der Direktor des internationalen Flüchtlingsdienstes JRS, Peter Balleis. „Die Religion wird für
politische Ziele missbraucht, während allerdings Imame und Kirchenführer bemüht sind, die Menschen
zum Frieden und zur Versöhnung zu bewegen", erklärt er weiter. Seit dem Sturz von Staatschef
François Bozizé im vergangenen März 2013 sind in Zentralafrika Gewalt und Unsicherheit an der
Tagesordnung. Der damalige Putsch wurde vom Ausland begrüsst, die TAZ titelte: „Umsturz schafft
Chancen" und erklärte, die neu an die Macht gekommenen Rebellen könnten dem Land zu Demokratie
verhelfen. Das nun entstandene Chaos begründet jetzt einen EU- Militäreinsatz, für den kritische Denker
ganz andere Beweggründe, als die der humanitären Hilfe vermuten. Schon im Jahr 2011 berichtete
Radioafrika-TV von den französischen Uraninteressen in der Republik. Da Frankreich komplett auf
Atomenergie baue, seine eigenen Uranvorkommen jedoch aufgebraucht habe, benötige es dringend
billiges Uran. Radioafrika dazu: „Der französische Atomkonzern Areva deckt seine Urannachfrage
aus dem Niger. Doch der Niger hat die Verträge neu verhandelt und liefert nun einen Teil seiner
Produktion nach China und Kanada. Die Franzosen müssen sich nach neuen Quellen umsehen...
Besonderes Augenmerk richten die Fördergesellschaften in den letzten Monaten auf die bereits
bekannten, aber nicht ausgebeuteten Uranvorkommen in der Zentralafrikanischen Republik.
40.000 Tonnen Uran werden alleine in der Region Bakouma vermutet. Ein riesiger Reichtum, --
zumindest theoretisch."
Meine Damen und Herren, könnte es sein, dass hier die Religion einmal mehr als Sündenbock
herhalten muss, um kolonialistische Feldzüge zu rechtfertigen? Wäre es nicht angebrachter,
der Tatsache ins Auge zu blicken, dass die Religion in vielen Fällen noch die einzige Instanz ist,
welche der ungezähmten Gier Einzelner entgegen zu wirken vermag?




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